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BALLET BY JOHN NEUMEIER
IN THE BLUE GARDEN


 

Choreography
John Neumeier  Bio

Music
Maurice Ravel
Ma Mère l'Oye

Premiere
The Hamburg Ballet
Hamburg State Opera
January 16, 1994

Ein namenloser "Er" im schwarzen Mantel, "Ein Mädchen", "Eine Frau" mit dem schwarzem Schleier einer Witwe, "Der Blinde" und "Ein Fremder" – an einem geheimnisvollen Ort treffen sie aufeinander, für eine begrenzte Zeit verweilen sie hier, wie von der Anziehungskraft einer weißen Rose angezogene Schiffbrüchige. John Neumeiers 1994 mit dem Hamburg Ballett uraufgeführtes Ballett "In the Blue Garden" zeigt in den Worten des Choreografen "ein Zusammenkommen für eine begrenzte Zeit von verschiedenen, nicht zusammenpassenden Typen." Im Programmheft der Uraufführung fasst John Neumeier die Atmosphäre dieser Begegnung in Worte: "Im Garten – im Garten warten…im Garten träumen. Wer wird – wer will mich finden – wer mich kennen wollen? Warum? Abend – Abschied – Aufbruch – Fortfahren immerfort, nur kurz die Rast – im Garten – ". Das Ballett für zwei Tänzerinnen und drei Tänzer plus Corps de Ballet wird in Heidelberg erstmals vom Bundesjugendballett getanzt – durch die deutlich jüngeren Protagonisten, die reduzierte Besetzung und die kammermusikalische Adaption eröffnet sich eine andere, neue Lesart des choreografischen Textes zur Musik von Maurice Ravel. Dessen Komposition "Ma Mère l'Oye" entstand zwischen 1908 und 1911 zunächst als Klavierfassung für vier Hände, dann nach großem Erfolg als Orchesterfassung und später als Ballett-Suite mit Uraufführung 1911 in Paris. Komponist und Choreograf ähneln sich im Verfahren ihres künstlerischen Gestaltens. Beide interessiert das Fragmentarische, das lose Verbinden von Momenten und Situationen. "Ich empfinde Ravels Musik als sinnlich und körperlich – und darin tänzerisch." Die Tänzer in Neumeiers Choreografie sind "wie Menschen auf einem Schiff: Irgendwo gehen sie an Land, in irgendeinem Garten begegnen sie einander, dann ist die Zeit vorbei, sie verabschieden sich voneinander und verschwinden."

 

Photo © Frank Stefan

 

 


 

 

 

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